Auf UsingMac.com bin ich über einen relativ alten, aber wie ich finde sehr lustigen Artikel gestoßen. “Was kann man im Apple Store machen?” Interessante Frage. Man kann dort hingehen und aus Langerweile heraus einigen Schabernack anstellen.
Ich würde so etwas allerdings nur mit einer anderen Intention machen. Diese Intention gab mir z.B. am letzten Freitag eine Mitarbeiterin im GRAVIS Store in Berlin. Ich erzähl mal kurz die Begebenheit: Mein MacBook Pro hat ein paar Schwierigkeiten mit dem SuperDrive, es liest nur CDs und keine DVDs mehr. Da ich das Gerät bei GRAVIS gekauft habe und zusätzlich das “GRAVIS Safety Pack Plus” abgeschlossen habe, wollte ich einen Termin zur Reparatur mit den Jungs dort vereinbaren. Ausserdem wollte ich mir den Schnee Leoparden, das aktuelle Mac OS, kaufen. Hab mich natürlich im Vorfeld darüber informiert, ob ich mir lieber das Update kaufe oder die Vollversion. Bei der Recherche bin ich über diverse Blogeinträge wie z.B. auf youmac.de gestoßen, in denen berichtet wird, dass es sich bei der Upgradeversion von “Snow Leopard” um eine verkappte Vollversion gandelt.
Also stehe ich im GRAVIS Store und rede mit dem Techniker über meinen Reparaturtermin und schneide das Upgrade-/Vollversion Thema kurz an. Er bestätigt die Aussagen und verweist mich an eine(n) Verkäufer(in), da sich diese damit besser auskennen. Okay. Ich schnapp mir die erstbeste “Tante” die da rumsteht und befrage sie dazu.
SIE: “NEIN! Wie kommen sie denn darauf? Da müssen sie schon die Version für 169,- Euro kaufen.” (in einem Ton, für den ich schon den Laden hätte wortlos verlassen sollen!)
ICH: “Ähh, nee, nee, ich will ja nicht die Familienlizenz für fünf Macs haben. Ich hab’ ja nur den Einen.”
SIE: “Die 29,- Euro Version ist NUR ein Upgrade – mehr nicht.”
To make a long story short: Es gab dann noch einiges hin und her. Und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Verkäuferin allein wegen meiner Frage total angepisst war. Ihre Sätze wurden immer kürzer und unkonkreter. Naja, dann halt ohne ihre Aussage, dachte ich mir und hab’ “NUR” das Upgrade gekauft. Bei der Installation hat sich dann herausgestellt, dass sowohl youmac.de, als auch der Techniker die Wahrheit gesprochen haben. Es handelt sich tatsächlich um eine verkappte Vollversion.
Unfähige, inkompetente und pampige Mitarbeiter sind Grund genug für mich, das nächste Mal im GRAVIS Store die in dem Artikel von UsingMac.com beschriebenen Sachen auszuprobieren:
Ich schnapp mir den nächstbesten Mac der eingeschaltet ist und erstelle einen Screenshot vom Desktop. Den Screenshot lege ich in den Ordner “Bilder”. Danach rufe ich die Einstellungen für den “Finder” auf (Command+Komma) und nehme alle Häckchen bei “Diese Objekte auf dem Schreibtisch anzeigen:” raus.

Alle verbliebenen Objekte auf dem Schreibtisch, wie z.B. Ordner Bilder usw., lege ich in den Papierkorb. Danach wechsel ich in den Bilderordner und klicke mit der rechten Maustaste auf den Screenshot und wähle ganz unten im Kontextmenü den Punkt “Schreibtischhintergrund festlegen” aus.

Dann blende ich noch das “Dock” mit der Tastenkombination “Command+Option+D” aus und je nach dem wie Tastatur und Maus angeschlossen sind, ziehe ich entweder die Stecker oder deaktiviere kurzerhand Bluetooth.
Et voilà. Ein eingeschalteter, scheinbar toter Mac. Selbst nach dem Neustart sind die Einstellungen noch vorhanden. Bis die darauf kommen, was da los ist, haben sie schon mindestens zwei Techniker zu dem Gerät geholt.
Nur um das kurz noch zu erläutern: Damit habe ich nichts an dem Gerät kaputt gemacht oder irreversibel verstellt. Nichts, was man nicht in fünf Minuten wieder rückgängig machen könnte (vorausgesetzt man weiß was los ist). Es ist ein simpler Lausbubenstreich, mehr nicht.
Aus UsingMac.com wird die Nummer noch etwas weiter verfeinert und mit einem “Kernel-Panik” Fenster und dem “Spinning Beachball of Death” versehen. Es werden auch noch ein paar andere kleine Gemeinheiten erklärt, wie z.B. bildschirmfüllende Dock-Icons wenn man mit der Maus darüber fährt, ein falsches Keyboard-Layout und so weiter.
Ja es handelt sich bei solchen Aktionen um eine gewisse Form des Terrorismus. Aber wie gesagt, ich würde so etwa nur machen, wenn ich einen ausreichenden Grund dafür hätte. Und den hab ich, denn “Wie man in den Wald ruft …” sag’ ich hier mal zu der Verkäuferin.
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